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Canon EOS R Review

Warum die Canon?

Mit Canon hat bei mir alles angefangen. Meine erste eigene Kamera war die Canon 550D, die habe ich mir damals während meines Volontariats bei einer TV-Produktionsfirma gekauft.

Damals fing es an das alle auf Spiegelreflexkameras gefilmt haben. Der Hype wurde damals durch die 5D Mark II ausgelöst glaube ich. Meine Traumkamera zu der Zeit.

Dann irgendwann kam die 5D Mark III raus und das war meine erste eigene Vollformatkamera.

Also man kann sagen das ich seit Tag 1 mit Canon eine innige Beziehung eingegangen bin und auch viel in das Canon ecosystem investiert habe.

Canons Layout, Menüs, Objektive, Ergonomie und Design haben mir immer besser gefallen als dir der anderen Hersteller.

Die EOS R ist meine dritte Canon Kamera und insgesamt meine sechste. Die A7RII war meine erste Vollformat Systemkamera. Die Technik fand ich super, die Kamera nicht so. Sonys Design hat mit nicht gefallen, die Kamera war einfach viel zu klein. Als Canon die EOS R vorgestellt hat konnte ich es kaum erwarten eine in meinen Händen zu halten.

Meine ersten Eindrücke könnt ihr hier lesen.

The right tool for the Job

Die EOS R wurde ja seit ihrer Ankündigung stark kritisiert. Es sei keine Profikamera. Ich definiere einen Profi jemanden der mit dem was er macht seinen Unterhalt bestreitet. In diesem Fall ist die Kamera die dafür benutzt wird, eine Profikamera.
Datenblatt und Realität liegen dann oft weit auseinander.

Innovation

Die Canon EOS R ist Definitv nicht die innovativste Systemkamera. Aber alles was sie macht, macht die sehr gut.

Hier und dort gibt es noch ein paar Sachen die verbessert werden könnten aber unterm Strich ist es eine Canon: ein solides, zuverlässiges Werkzeug.

Die Innovation findet mehr in den neuen Objektiven und der neuen Mount statt.

Der neue Steigerungsring ist ein tolles Feature was wirklich vieles vereinfacht und schneller macht. Man kann den Ring frei programmieren. Ob man den Ring mit ISO, Belichtung oder Blende belegt ist jedem frei überlassen. Man kann sogar die Drehrichtung einstellen.

Das verstellen der Blende auf dem Objektiv kannte ich schon von Fujifilm und fand das schon immer genial. Canon ist ein Schritt weiter gegangen und das ist ein Feature auf das ich nicht mehr verzichten will.

Super finde ich auch das die einen Adapter gebaut haben mit dem man das Feature auch mit alten Objektiven benutzen kann.

Ergonomie & Handling

Die Kamera liegt toll in der Hand. Sie von den Maßen die größte der Vollformat Systemkameras und das ist auch gut so. Ich finde sie könnte sogar noch etwas größer sein.

Das Layout der Knöpfe ist etwas gewöhnungsbedürftigt wenn man wie ich von der 5D Mark IV kommt. Manche Knöpfe sind auch etwas zu klein und zu nah bei einander.

Es gibt auch eine neuen Modus. Neben TV und AV gibt es jetzt auch FV. Dieser Modus macht die beiden anderen eigentlich überflüssig und beschleunigt vieles. Man kann genau bestimmen was manuell oder automatisch eingestellt wird. Schnell wechselt man von vollautomatisch zu voll manuell. Oder umgekehrt, oder nur ISO und Verschlusszeit. Es funktioniert einwandfrei für mich und das wirft die Frage auf wieso es diesen Modus bei Canon nicht schon früher gab.

Was ich etwas vermisse ist ein Joystick. Den Fokuspunkt kann man über den Touchscreen verschieben was auch wirklich toll funktioniert. Außer wenn das linke Auge dominant ist dann ist die Nase im Weg. Ich muss den Fokuspunkt mit dem D-Pad ändern. Das kommt bei mir nicht so oft vor deswegen ist das nicht so schlimm.

Touchbar/Multifunctionbar – Eine Lösung

Ja, was soll man sagen. An sich eine gute Idee. In der Umsetzung etwas schwierig. Ein Joystick wäre für die Kamera bestimmt besser gewesen. Den Touchscreen als Joystick zu nutzen geht erstaunlich gut, wenn man nicht wie ich Linksaugendominat ist. Da kommt die Nase dann gerne mal gegen den Bildschirm und verstellt etwas.
Die Touchbar kann man so einstellen das sie permanent an ist oder durch gedrückt halten entriegelt wird. Beides nicht optimal. Sie ist ziemlich empfindlich und verstellt sich leicht wenn man sie permanent an lässt. Das entsperren dauert etwas über eine Sekunde. Finde ich persönlich zu lang.
Mein Workaround ist es die Touchbar mit der Locktaste zu sperren und entsperren. Da die Locktaste bei mir sonst keine Funktion hat stört mich das nicht. Ich verstell nicht ständig mein ISO (hab ich der Touchbar zugeordnet) und es geht wesentlich schneller als das gedrückt halten.

Bildqualität

Hier gibt es nicht viel zu sagen. Canon typisch einfach. 1A. Mehr gibt es nicht zu sagen. Klar kann man irgendwelche absurde, unrealistische Tests machen und irgendwelche extreme testen aber wer braucht das schon?

Die Kamera produziert Bilder in einer wirklich super Qualität und mehr muss man an dieser Stelle nicht sagen.

Fazit

Die EOS R ist jetzt knapp einen Monat in meinem besitzt. Die Kamera hat definitiv ein paar Schwächen die für einige ein Ausschlusskriterium sind. Für mich überwiegen aber definitiv die Stärken der Kamera.

Ich freue mich schon auf meinen ersten Trip und meine ersten Shoots mit der EOS R und ich bin sehr gespannt was Canon in naher Zukunft noch so rausbringt.

Equipment:

Canon 5D Mark IV: Foto Leistenschneider | Calumet | Amazon |Foto Meyer

Canon EOS R: Foto Leistenschneider | Calumet | Amazon |Foto Meyer

Canon Control Ring Mount Adapter: Foto Leistenschneider | Calumet | Amazon |Foto Meyer

Canon Objektivadapter mit Steuerungsring EF-EOS R: Foto Leistenschneider | Calumet | Amazon |Foto Meyer

Canon RF 24-105mm f/4: Foto Leistenschneider | Calumet | Amazon |Foto Meyer

Sigma 50mm f/1.4 DG HSM Art: Foto Leistenschneider | Calumet | Amazon |Foto Meyer

Sigma 35mm f/1.4 DG HSM Art: Foto Leistenschneider | Calumet | Amazon |Foto Meyer

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